Bäume im Stadtgarten
Rundgang Bäume im Stadtgarten
Der Stadtgarten ist eine grüne Oase mitten in Emmendingen – zwischen der katholischen Kirche St. Bonifatius und dem Friedhofsgelände gelegen. Hier finden Sie Ruhe, Natur, Bewegung und Geschichte an einem Ort.
Natur erleben mit allen Sinnen Neben liebevoll angelegten Blumenbeeten, einem Rosengarten, einem Pavillon und einem kleinen Teich, lädt eine Vielzahl eindrucksvoller Bäume zum Entdecken ein.
Auf Ihrem Spaziergang begegnen Ihnen über 25 verschiedene Baumarten – darunter beeindruckende alte Exemplare, seltene Arten und typische heimische Bäume.
Das Projekt "Bäume im Stadtgarten" wird mit viel Engagement vom Bürger- und Verkehrsverein Emmendingen betreut.
1. Ahornblättrige Pflanzen
lateinischer Name: Platanus x hybrid acerifolia
Kreuzung zwischen der nordamerikanischen und der orientalischen Platane mit ahornähnlichen Blättern. Auffallend ist die in dünnen Stücken unregelmäßig abblätternde Borke. Widerstandsfähig gegen Rauch und Abgase, daher wichtiger Großstadtbaum.
2. Tränenkiefer
lateinischer Name: Pinus wallichiana
Diese Schönheit stammt aus dem Himalaya. Den Weg in unseren Stadtgarten fand sie durch die Spende eines Emmendinger Bürgers. Die Nadeln stehen zu Fünft zusammen, die Zapfen werden bis 30 cm lang.
3. Holländische Linde
lateinischer Name: Tilia x europaea
Alter ca. 100 Jahre
Kreuzung zwischen Winter- und Sommerlinde. Blätter ähnlich wie Sommerlinde, aber Blattunterseite ohne Behaarung. Viel angepflanzt und gute Bienenweide. Kann über 1.000 Jahre alt werden.
4. Zedrachbaum
lateinischer Name: Melia azedarach
Dieser schöne Neuzugang hat sein ursprüngliches Vorkommen von Irak bis südliches China. Er ist sommergrün und bildet violette, duftende Blüten. Die cremefarbenen Früchte verbleiben auch im Winter am Baum. Aus den Samen wurden z.B. Halsketten und Rosenkränze gefertigt.
5. Gemeine Rosskastanie
6. Urweltmammutbaum
lateinischer Name: Metasequoia glytostroboides
1941 wurden in einem Dorf Zentralchinas einige Exemplare dieses Baumes gefunden. Es stellte sich heraus, dass man ein Relikt einer bis dahin nur als Fossil bekannten Gattung entdeckt hatte!
Der Baum ist sommergrün, die Nadeln fallen zusammen mit den Kurztrieben im Spätherbst ab.
7. Gemeine Eibe
lateinischer Name: Taxus baccata
Europa, Nordafrika, Westasien
Alter ca. 80 Jahre
Kleiner bis mittelgroßer Baum, oft nur strauchförmig. Langsam wachsend, kann 1.000 Jahre alt und 10 bis 15 m hoch werden. Zweihäusig (männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen). Außer dem roten Samenmantel ist die gesamte Pflanze sehr giftig!
8. Bergahorn
lateinischer Name: Acer pseudoplatanus
Alter ca. 100 Jahre
Ein verbreiteter Baum in den Wäldern um Emmendingen. Sehr schöne Herbstfärbung.
9. Gingkobaum
lateinischer Name: Gingko biloba
China
Nadelbaum (!), aber mit fächerförmig geaderten, meist zweilappigen Blättern. Letzter Vertreter einer in früherer Zeit der Erdgeschichte verbreiteten Pflanzengruppe: lebendes Fossil.
Goethe hatte zum Ginkgo eine besondere Beziehung: Als er im Herbst 1815 beim Besuch des Heidelberger Schlossgartens mit Marianne von Willemer diesen Baum kennenlernte, glaubte er in seinen tief gespaltenen Blättern das Symbol zweier in Freundschaft innig verwachsener Seelen zu erblicken.
10. Blaue Atlaszeder
11. Rauchzypresse Weihrauchzeder
lateinischer Name: Calocedrus decurrens
Westliches Nordamerika
Alter ca. 110 Jahre
Bis zu 45 m hoher Baum mit schmaler, säulenförmiger Krone und im Alter rotbrauner, tiefrissiger Borke. Zweige stark abgeflacht. Das Holz der Rauchzypresse wird u.a. für Bleistifte verwendet, daher auch der Name “Bleistiftzeder“.
12. Blutbuche
13. Mammutbaum
lateinischer Name: Sequoiadendron giganteum
Westliches Nordamerika
In seiner Heimat ein mehr als 90 m hoher Baum, der über der Basis einen Durchmesser von 10 m und mehr erreichen kann.
Er besitzt eine weiche, rotbraune Borke. Die ältesten noch lebenden Bäume sind ca. 3.000 Jahre alt. Der Mammutbaum gehört zu den mächtigsten Bäumen dieser Erde. Manche Riesen erreichen ein Volumen von über 1.500 m³. Zum Vergleich: Im Stadtwald Emmendingen werden jährlich 4.500 m³ geerntet.
14. Esskastanie
lateinischer Name: Castanea sativa
Der vor allem wegen seiner wohlschmeckenden Früchte oder Maronen beliebte Baum stammt aus dem mediterranen Raum.
Man sagt, er sei von den Römern nach Mitteleuropa gebracht worden. Erwachsene Bäume sind vor allem während der Blütezeit im Juni eine wahre Augenweide. Auch dieser Baum wurde von einem Bürger Emmendinges gestiftet.
15. Riesenlebensbaum
lateinischer Name: Thuja plicata
Alter ca. 100 Jahre
Westliches Nordamerika
In seiner Heimat oft über 60 m hoch und bis zu 4 m dick, oft mit bewurzelten, bodenberührenden Ästen (Schleppenbildung). Triebe ähnlich wie beim Abendländischen Lebensbaum, der bei uns oft als Hecke verwendet wird.
16. Tulpenbaum
lateinischer Name: Liriodendron tulipifera
Östliches Nordamerika
Schöner, großer, frostharter Baum, in Mitteleuropa über 40 m hoch, in der Heimat bis zu 60 m hoch und 500 bis 700 Jahre alt werdend. Blätter unverkennbar: eckig-vierlappig, vorne abgestutzt. Blüten tulpenähnlich, groß, gelb-grün. Der Tulpenbaum gehört zu den Magnoliengewächsen und trägt wie Magnolien zapfenähnliche Früchte.
17. Eschenblättrige Flügelnuss
lateinischer Name: Pterocarya fraxinifolia
Kaukasus, Nord-Persien
Ein sehr schöner Baum. Die Blüten/Nüsse erscheinen aufgereiht an bis zu 45 cm langen Schnüren. Für kleine Gärten ist der Baum nicht geeignet. Auf feuchten Standorten bildet er wahre Dickichte aus mehreren Stämmen.
18. Nordmannstanne
lateinischer Name: Abies nordmanniana
Kaukasus
Großer, prächtiger Baum für frische Böden, in der Jugend langsam wachsend. Nadeln nicht „gescheitelt“, nach oben abstehend und wie lackiert glänzend. Beliebter Zier- und Weihnachtsbaum.
19. Amberbaum
20. Gemeine Birke
lateinischer Name: Betula pendula
Auch Weißbirke, Hängebirke genannt.
Europa, Asien
Anspruchsloser aber sehr lichtbedürftiger Baum. Wächst bei uns in lichten Wäldern, auf Mooren und in Heiden. Viel verwendet als Garten- und Parkbaum. Verwendung des Holzes, der Rinde, des Baumsaftes (Haarwasser) und der Blätter (Tee).
21. Gemeine Stechpalme
lateinischer Name: Ilex aquifolium
Westliches Mitteleuropa, Westasien
Ein immergrüner Strauch bis kleiner Baum. Bei uns auch wild vorkommend, jedoch nur im milden und luftfeuchten Klima (z.B. als
Unterholz im Schwarzwald), ansonsten in Westeuropa. Die Blätter sind im unteren Bereich oft gezähnt. Die korallenroten Beeren erscheinen nur an weiblichen Pflanzen (zweihäusig).












